Polsterstoffe gibt es in Hülle und Fülle.

   
   

Bevor Sie an die Auswahl eines Möbelstoffes herangehen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welchen Ansprüchen der Möbelstoff bzw. das Polster bei Ihnen genügen muss bzw. was Sie von dem Möbelstoff erwarten.

Der Preis eines Möbelstoffes sagt überhaupt nichts über die Eigenschaften, wie z.B. die Strapazierfähigkeit, die notwendige Pflege, das Anschmutzverhalten oder dessen Lichtechtheit aus. Der Preis ergibt sich aus dem Wert der verwendeten Garne und dem Aufwand, der für das Weben erforderlich ist.

Wenn Sie Ihre Polster jeden Tag benutzen wollen, sollten sie vor allem auf die Strapazierfähigkeit des Möbelstoffes achten, die sich unter anderem an der Scheuerbeständigkeit orientiert.

Wollen Sie das Polster nur wenig benutzen (an Wochenenden oder im Jahresurlaub), so können Sie sich bei der Auswahl mehr auf das Stoffdesign konzentrieren und den Grad der Strapazierfähigkeit geringer bewerten.

Möbelstoffe verschleißen bei der Nutzung. Das lässt sich nicht vermeiden.

Das Maß, in dem Verschleiß auftritt, hängt ab von Art und Qualität

des Stoffes,

der Polsterung,

der Nutzung,

der Pflege

und der einwirkenden Umgebungseinflüsse

Ein wichtiger Faktor für den Verschleiß von Möbelstoffen ist die Nutzungsdauer. Sie kann, auch in einer Wohnung, von einigen Minuten pro Monat bis zu vielen Stunden pro Tag reichen. Denken Sie nur an den gewohnten Sitzplatz vor dem Fernsehgerät oder den Schreibtischstuhl, im Gegensatz dazu, den Sessel im Schlafzimmer. Neben der Nutzungsdauer ist auch die Intensität der Nutzung wichtig. Erfahrungen haben gezeigt, dass es in der Praxis einige Beanspruchungen gibt, die Möbelstoffe zusätzlich belasten und angreifen können. Es sind dies z. B.:

  • Armbänder und Bänder von Armbanduhren. Sie können zu einem zusätzlichen Verschleiß der Armlehnen beitragen.
  • Schlüsselbund oder Portemonnaie in der Gesäßtasche erhöhen den Verschleiß des Möbelstoffes auf dem Sitz genauso wie die Nieten von Jeans.
  • Wenn Sie regelmäßig die Schuhe auf dem Sofa haben oder die Gewohnheit, ein Bein hochzuziehen und auf dem Fuß zu sitzen, erhöht das ebenfalls den Verschleiß.
  • Tragen Sie gerne Jeanskleidung? Nähte, Knöpfe, Reißverschlüsse etc. beanspruchen einen Möbelstoff stärker als z.B. weiche Kleidungsstoffe. Jeansstoffe können abfärben.
  • Sand und Schmutz auf dem Polstermöbel können in das Gewebe eindringen und lassen den Möbelstoff schneller verschleißen.
  • Ungünstiges Raumklima (zu trocken oder zu feucht) kann die Festigkeit eines Möbelstoffes beeinträchtigen
  • Durch die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Transpirationsfeuchtigkeit chemische Stoffe enthalten, die die Fasern und die Farbe des Möbelstoffes Ihrer Polstermöbel angreifen können.
  • Chemische und thermische Einwirkung durch Dampfreiniger, Heiz- und Wärmekissen

Wenn ein Möbelstoff z. B. durch einen scharfen Gegenstand oder durch Kratzen eines Haustieres eingerissen ist, dann ist dies kein Verschleiß, sondern eine Beschädigung.

Um den verschiedensten Anforderungsprofilen gerecht zu werden, werden Möbelstoffe unterschiedlichster Leistungsprofile angeboten. Möbelstoffe werden geprüft nach DIN V 61 010 - Möbelstoffe, Mindestanforderungen und Prüfungen.

Möbelstoffe für den normalen Gebrauch entsprechen diesen Anforderungen. Möbelstoffe für den schonenden Gebrauch entsprechen diesen Anforderungen nicht in allen Punkten.

Prüfen Sie, welche Anforderungen Sie in welchem Grad stellen müssen und was für Sie nicht so wichtig ist.

Go to top